Induktive Umformtechnik –
Schmieden, Pressen, Biegen

Illustration Umformen eines Werkstücks

Bei Umformtechniken wird induktive Erwärmung auf vielfältige Weise für die Metallumformung angewendet. Vor allem zum Warmumformen und Halbwarmumformen wird sie heute in Schmiedebetrieben sowie Press- und Walzwerken eingesetzt. Denn mit induktiver Erwärmung kann das Einsatzmaterial schnell und unmittelbar erhitzt werden, was verfahrenstechnische, wirtschaftliche und umweltrelevante Vorteile hat.

Beim Schmieden kann man mit Induktion aus vielerlei Gründen Kosten sparen. Induktive Schmiedeerwärmer lassen sich einfach automatisieren und in die Serienfertigung integrieren. Sie benötigen wenig Platz im Vergleich zu gasbeheizten Öfen und garantieren einen kostengünstigen Energieverbrauch.

Darüber hinaus entsteht bei induktiven Erwärmungsprozessen deutlich weniger Zunder an der Oberfläche der Bauteile (unter 0,5 %). Dies ist zum einen ein wirtschaftlicher Vorteil, da weniger Zunder in die Umformgesenke eingetragen wird, wodurch diese eine höhere Lebensdauer haben. Zum anderen entsteht damit ein Ressourcenvorteil, da kein Material unnötig erwärmt wird. Auch durch die gleichmäßige Blocktemperatur und ein gleichmäßiges Gefüge kommt es zu einer besseren Umformung und weniger Ausschuss.

Da Induktionsanlagen in Phasen von Produktionsunterbrechungen einfach abgeschaltet werden können, gibt es keine unnötige Erwärmung und somit kein Überhitzen. Die induktiven Schmiedeblockerwärmungsanlagen brauchen keine Anwärmzeiten. Und da es keine Verbrennungsrückstände gibt, wird auch die Umwelt weniger belastet.

Die spezifikationskonforme Temperaturverteilung durch passgenaue Induktoren ist besonders wichtig für das Pressen von Rohren und Hohlprofilen. Denn diese ermöglichen eine ausgeglichene Erwärmung in den Randzonen, sodass sich keine ungleichmäßigen Randstärken bilden. Auch die nach hinten abfallende Bolzentemperatur, die die Umformungswärme wieder ausgleicht, kann nur durch induktive Erwärmung erreicht werden.

Wo kommen Umformtechniken zum Einsatz?

Präzisionsschmieden
Die innovative Technologie des Präzisionsschmiedens lässt sich nur mit einer punktgenauen Temperaturführung umsetzen. Diese ist beim Induktionsverfahren durch die Wählbarkeit der Frequenz gegeben – je nach Dimension der zu schmiedenden Bauteile. Bauteile mit größeren Querschnitten werden auf Basis von Mittelfrequenzgeneratoren erwärmt, während bei kleineren Werkstücken eher Hochfrequenzgeneratoren zum Einsatz kommen. Damit können Eindringtiefe und Temperaturhöhe präzise eingestellt werden.
Warmpressen von Präzisionsteilen wie Schrauben
Die Induktionserwärmung bietet gegenüber der Erwärmung von außen einen enormen Geschwindigkeitsvorteil, wenn die Arbeitsfrequenz richtig gewählt ist. Denn die Wärme entsteht bei der Induktion innerhalb der Eindringtiefe direkt im Material. Damit erfolgt die Wärmeleitung innerhalb des Materialquerschnitts schneller, als wenn die Wärme zunächst durch konvektiven Wärmeübergang oder Wärmestrahlung von außen auf das Werkstück übertragen wird.

Unser Prozess

So setzen wir induktives Umformen für Sie um

Der richtige Induktor, die passende Anlage, weitere Komponenten – wir zeigen Ihnen, wie Ihre optimale Prozesslösung für die Umformung von Metallen aussieht.

Zwei Mitarbeiter vor Anlage
Zwei Mitarbeiter an Whiteboard

Unser Service

Weitere Serviceleistungen, die wir anbieten

Verschiedene Services rund um den Entwicklungsprozess, die Finanzierung und die Wartung der Induktionsanlagen sind bei uns Standard.

Sprechen sie uns an

Mitarbeiterin mit Headset in modernem Büro – symbolisiert Kundenservice und persönliche Beratung.
Person im Gespräch in heller Büroumgebung – symbolisiert Kundenkontakt und persönliche Beratung.
Person am Schreibtisch mit Laptop in Büro – symbolisiert professionellen Kundenkontakt und Unterstützung.

Seit 1950 wurden von Himmelwerk 19.000 Hochfrequenz- und Mittelfrequenzgeneratoren in alle Welt verschickt.
Wie viel CO₂ sparen sie eigentlich pro Jahr ein? Eine Rechnung.

Annahme 1: 25 % der Generatoren sind noch in Betrieb.

Annahme 2: Sie haben im Durchschnitt eine Leistung von 6 kW und damit eine Leistungsaufnahme von 7 kW.

Annahme 3: Die Generatoren sind 8 Stunden/Tag und 5 Tage/Woche in Betrieb.

Annahme 4: Induktive Erwärmung spart bis zu 40 % Energie ein im Vergleich zu konventionellen Methoden. Gehen wir mal von 30 % aus.

Bei diesen Annahmen sieht die Rechnung so aus:

Täglicher Energieverbrauch: 8 h x 7 kW = 56 kW

Energieersparnis am Tag: 56 kWh / 0,7 = 80 kWh; 80 – 56 = 24 kWh

Gesamtersparnis am Tag: 24 kWh x 4.750 Generatoren = 114.000 kWh

Gesamtersparnis pro Jahr: 220 Arbeitstage x 114.000 kWh = 25.080.000 kWh

Umrechnungsfaktor kWh/CO₂: 1 kWh ≈ CO₂-Äquivalenzwert von 0,485 kg Strom (Quelle: Umweltbundesamt, Climate Change 15/2022)

CO₂-Einsparung pro Jahr: 25.080.000 kWh x 0,485 kg = 12.163.800 kg